Umwandlungsstopp für ehemalige Militär-Areale

Symbolbild. Foto: Global Fish/CC BY-SA 3.0
Symbolbild. Foto: Global Fish/CC BY-SA 3.0

Berlin/Potsdam. Die vom Bundesverteidigungsministerium verhängte Sperre für die zivile Nutzung ehemaliger Militärgelände betrifft auch 15 Liegenschaften in Brandenburg. Das geht aus einer internen Liste hervor, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Demnach sind unter anderem ehemalige Kasernen in Strausberg, Storkow, Falkenhagen, Niederlehme, Hennersdorf, Stahnsdorf und Waldsieversdorf betroffen. Ebenfalls auf der Liste stehen ein Tanklager in Sperenberg, mehrere Flächen im Kummersdorf-Gut – darunter eine frühere Deponie, Wäscherei, Werkstatt und ein weiteres Tanklager – sowie ein Schieß- und Ausbildungsgelände in Groß Glienicke und die ehemalige Kommandantur in Limsdorf.

Das Verteidigungsministerium begründet den Umwandlungsstopp mit dem wachsenden Flächenbedarf der Bundeswehr, die im Zuge der sicherheitspolitischen Neuausrichtung und der geplanten Truppenvergrößerung zusätzliche Standorte benötigt.

Insgesamt gilt die Anordnung bundesweit für 187 ehemalige Militärflächen, die sich im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) befinden. Diese sollen künftig als „strategische Liegenschaftsreserve“ dienen – also bei Bedarf schnell wieder militärisch genutzt werden können.

Darüber hinaus betrifft die Maßnahme 13 noch aktive Standorte, darunter Teile des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel.

Mit dem Schritt sichert sich die Bundeswehr laut Ministerium die Möglichkeit, „zeitnah auf sicherheitspolitische Entwicklungen reagieren zu können“. Die betroffenen Kommunen, die auf eine zivile Nachnutzung gehofft hatten, stehen nun vor neuen Herausforderungen in ihrer Stadtplanung.

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