Bonn. Der Tag des offenen Denkmals hat am 14. September 2025 erneut Hunderttausende Menschen in Bewegung gesetzt. Unter dem Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ lockten über 9.000 Veranstaltungen an 6.500 Denkmalen in 2.300 Städten und Gemeinden Besucherinnen und Besucher ins ganze Land.
Ob restaurierte Schlösser, historische Fachwerkhäuser oder laufende Sanierungsprojekte – überall öffneten sich Türen, die sonst verschlossen bleiben. In Berlin strömten allein 38.000 Menschen ins Internationale Congress Centrum (ICC), das erstmals exklusiv zugänglich war. Auch bundesweit nutzten viele die seltene Gelegenheit, Orte von der Bauhausarchitektur bis zur Ostmoderne neu zu entdecken.
Besonders stark war die Resonanz in Gera, wo die bundesweite Eröffnung stattfand: Mehr als 17.000 Gäste besuchten rund 40 Denkmale. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt betonte: „Denkmale sind Orte, an denen man Heimat fühlen kann – und genau dafür braucht es Tage wie diesen.“
Auch die jüngsten Gäste kamen nicht zu kurz: In Bonn verwandelten Kinder das historische Sep-Ruf-Haus, Sitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), in ein lebendiges Entdeckerfeld. In Zülpich wurde das frisch sanierte Stadttor mit 300 Gästen gefeiert.
Die DSD, die den Aktionstag seit 1993 bundesweit organisiert, wertet die Resonanz als starkes Zeichen gegen Denkmalverfall und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit der App zum Aktionstag lassen sich die Veranstaltungen inzwischen auch digital planen – ein Service, der das größte Kulturevent Deutschlands weiter modernisiert.
