Neues Leben für die alte Haimhauser Schlossbrauerei

Foto: tka
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Haimhausen. Die jahrzehntelang brachliegende Schlossbrauerei im Zentrum von Haimhausen bekommt eine zweite Chance: Der Gemeinderat hat am Donnerstagabend einstimmig dem städtebaulichen Konzept der Firma MvB Baukultur zugestimmt. Damit ist der Weg frei für ein vielfältiges neues Quartier auf dem 15.500 Quadratmeter großen Areal – mit Wohnungen, Büros, Gastronomie, einem Café sowie einem Seniorenhaus.

Historie trifft Moderne

Besonderes Augenmerk gilt den beiden denkmalgeschützten Gebäuden: dem Sudhaus aus dem 18. Jahrhundert und der Schlossklause, einer Kaplanswohnung aus dem 17. Jahrhundert. Beide Bauten sollen behutsam saniert werden. Das Sudhaus wird künftig Gastronomie und Büros beherbergen, für die Nutzung der Schlossklause laufen noch Überlegungen.

Schnelles Verfahren überrascht Politik

Bürgermeister Peter Felbermeier (CSU) zeigte sich überrascht vom raschen Fortschritt: „So schnell habe ich das bei Investoren selten erlebt.“ Erst 2023 hatte MvB Baukultur das Gelände aus der Insolvenzmasse des Vorbesitzers übernommen – nun steht bereits das städtebauliche Konzept.

Dörfliche Atmosphäre statt Parkplatzwüste

Zehn neue Gebäude mit zwei bis drei Geschossen sollen behutsam in das Gelände eingefügt werden. Ein öffentlicher Fußweg schafft Verbindung zwischen historischem Ortskern und Hauptstraße. Die Gestaltung orientiert sich an der ländlichen Bauweise im Dachauer Land, mit traditionellen Giebelformen und Dachüberständen.

Die Mobilitätsfrage könnte jedoch zum Knackpunkt im weiteren Verfahren werden. Geplant sind 28 oberirdische Besucherparkplätze und eine Tiefgarage – genaue Zahlen hängen noch von der endgültigen Wohnanzahl ab. Das Quartierskonzept sieht zudem Carsharing und ein gemeinschaftlich nutzbares Lastenrad vor.

Beteiligung der Bürger steht bevor

Der Bebauungsplan soll bis 2026 rechtskräftig werden, Baubeginn wäre dann 2027 mit dem Abriss der nicht denkmalgeschützten Hallen. Bereits am 3. Juli sind interessierte Bürger zu einem Infoabend auf das Gelände eingeladen. Am 7. Juli folgt ein Kulturfest – ein erster Vorgeschmack darauf, wie sich das Areal mit Leben füllen könnte.

„Uns ist wichtig, dass die Menschen das Gelände wieder als Teil des Dorfes wahrnehmen“, sagt Investor Max von Bredow. Der erste Schritt ist gemacht.

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