Leipzig. Ein weiteres Großprojekt der Stadtentwicklung in Leipzig nimmt Fahrt auf: Die Landesdirektion Sachsen hat der Bauen und Wohnen Leipzig GmbH (BUWOG), einer Entwicklungsgesellschaft von Vonovia, Fördermittel in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro für die Sanierung des ehemaligen Bauchemie-Geländes bewilligt. Die Unterstützung schafft die Voraussetzungen dafür, ein jahrzehntelang belastetes Industrieareal in ein modernes Stadtquartier mit rund 1.260 Wohnungen und großzügigen Grünflächen umzuwandeln. Insgesamt plant die BUWOG Investitionen von rund 500 Millionen Euro in die Entwicklung des ehemaligen Produktionsstandorts an der Lößniger Straße.
Altlastensanierung schafft Grundlage für neues Wohnquartier
Bevor auf dem Gelände gebaut werden kann, steht die Beseitigung der Altlasten im Mittelpunkt. Das Areal wurde früher als Produktions- und Laborstandort für Reinigungsmittel genutzt. Durch diese industrielle Nutzung ist der Boden teilweise mit Schadstoffen belastet und muss aufwendig saniert werden. Im Rahmen der Arbeiten wird das kontaminierte Erdreich vollständig ausgehoben und fachgerecht entsorgt beziehungsweise behandelt. Anschließend wird das Gelände mit geeignetem Bodenmaterial wieder aufgefüllt, sodass die Fläche dauerhaft und sicher für eine Wohnbebauung genutzt werden kann.
Mit der Sanierung sollen nicht nur Umweltbelastungen beseitigt, sondern auch bislang brachliegende Flächen wieder einer nachhaltigen Nutzung zugeführt werden.
Rund 1.260 Wohnungen und neuer Stadtteilpark geplant
Nach Abschluss der Bodensanierung soll auf dem ehemaligen Bauchemie-Areal eines der größten Wohnungsbauprojekte Leipzigs entstehen. Geplant sind rund 1.260 Neubauwohnungen, die das dringend benötigte Wohnraumangebot in der wachsenden Messestadt deutlich erweitern sollen. Ergänzt wird das neue Quartier durch einen öffentlichen Stadtteilpark, der zusätzliche Aufenthalts- und Erholungsflächen schaffen und die Lebensqualität im Viertel nachhaltig verbessern soll. Die Kombination aus Wohnraum und Grünflächen soll ein modernes, lebenswertes Stadtquartier entstehen lassen.
Fördermittel von EU und Freistaat Sachsen
Die nun bewilligten Fördermittel in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Mitteln des Freistaates Sachsen. Mit diesen Programmen unterstützen Land und Europäische Union die Sanierung belasteter Industrie- und Gewerbefrachen, um sie für neue Nutzungen zu erschließen. Ziel ist es, Flächenrecycling zu fördern, Umweltbelastungen zu beseitigen und gleichzeitig die Innenentwicklung der Städte zu stärken.
Halbe Milliarde Euro fließt in die Quartiersentwicklung
Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 500 Millionen Euro zählt das Vorhaben zu den größten privaten Stadtentwicklungsprojekten in Leipzig. Die BUWOG verfolgt das Ziel, das ehemalige Industrieareal vollständig in ein modernes Wohnquartier umzuwandeln und damit neuen Wohnraum auf bereits erschlossenen Flächen zu schaffen. Die Altlastensanierung bildet dabei den ersten und entscheidenden Schritt. Erst nach Abschluss der Dekontaminierung können die eigentlichen Hochbauarbeiten beginnen.
Nachhaltige Stadtentwicklung statt Industriebrache
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie ehemalige Industrieflächen durch gezielte Förderung und umfangreiche Sanierungsmaßnahmen wieder zu attraktiven Wohnstandorten werden können. Statt belasteter Brachflächen sollen künftig Wohnungen, Grünanlagen und öffentliche Freiräume das Stadtbild prägen. Mit der bewilligten Förderung ist nun ein wichtiger Meilenstein erreicht, um das ehemalige Bauchemie-Gelände langfristig in ein zukunftsfähiges Stadtquartier zu verwandeln und gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Leipzig zu leisten.
