Ibbenbüren. Am 22. Februar wird der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Steinkohlenkraftwerks Ibbenbüren gesprengt – das letzte große Überbleibsel des Kraftwerks verschwindet damit endgültig aus dem Stadtbild. Die Rückbaufirma Hagedorn kündigt an, dass die Sprengung umfangreicher und lauter ausfallen wird als beim Abriss des Kesselhauses im April 2025. Entsprechend wurde der Sicherheitsradius deutlich vergrößert, Anwohner müssen zeitweise ihre Häuser verlassen.
Sprengung mit Präzision geplant
Die Kontrolle der Sprengung erfolgt minutiös: Mehrere, exakt abgestimmte Zündungen sorgen dafür, dass der Schornstein in sich zusammenfällt und auf dem Gelände bleibt. Nach außen wird dies als ein einzelner, lauter Knall wahrgenommen. Ziel ist es, die Struktur gezielt zu Boden zu bringen, ohne angrenzende Gebäude zu gefährden.
Sicherheitsmaßnahmen für Anwohner
Bereits ab 7 Uhr morgens beginnt die Räumung der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE). Ab 8 Uhr folgen die Evakuierungen der Anwohner im erweiterten Sicherheitsbereich, gleichzeitig werden Straßen gesperrt. Bis 9 Uhr sollen sämtliche Evakuierungen abgeschlossen sein, sodass der Sprengtrupp um 11 Uhr den Kamin kontrolliert zu Fall bringen kann. Gegen Mittag werden die Straßensperren aufgehoben und die Bewohner können zurückkehren.
Abschied einer Landmarke
Der 275-Meter-Schornstein war über Jahrzehnte ein prägendes Element des Stadtbildes von Ibbenbüren und weit über die Region hinaus als Wahrzeichen bekannt. Mit seiner Sprengung endet ein Kapitel der lokalen Industriegeschichte – ein sichtbares Symbol für das Ende der Steinkohle-Ära in der Stadt.
