Kampfmittel auf Raffinerie-Areal vermutet

Foto: ExxonMobil
Foto: ExxonMobil

Hannover. In Misburg bereiten Stadt Hannover und ExxonMobil technische Untersuchungen auf dem rund 90 Hektar großen Gelände der ehemaligen Deurag-Nerag-Raffinerie vor. Hintergrund ist der Verdacht auf noch vorhandene Kampfmittel aus vergangenen Kriegszeiten. Ab dem 9. Februar beginnen erste Freischneidearbeiten, um die Testflächen für die Untersuchungen vorzubereiten.

Vier Testfelder im Fokus

Die Fachleute richten insgesamt vier Pilot-Testfelder ein: drei nördlich und eines südlich des Stichkanals. Die Auswahl der Flächen basiert unter anderem auf einer aktualisierten Kriegsschaden-Recherche. Nach Abschluss der Freischneidearbeiten beginnen die eigentlichen technischen Untersuchungen.

Sicherheitsvorkehrungen und Kampfmittelbeseitigung

Die Arbeiten werden von Fachgutachtern und städtischen Stellen, die für Kampfmittel verantwortlich sind, begleitet. Sollten Kampfmittel gefunden werden, bewertet der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen diese gemeinsam mit der Feuerwehr Hannover. Nicht transportfähige Kampfmittel werden direkt vor Ort unter strikten Sicherheitsmaßnahmen entschärft. In einzelnen Fällen können Sperrungen von Bereichen oder zeitlich begrenzte Evakuierungen nötig werden. Die Stadt kündigt an, die betroffene Bevölkerung frühzeitig zu informieren.

Information und Schutz der Anlieger

Anlieger des ehemaligen Raffineriegeländes wurden bereits gesondert schriftlich informiert. Die Stadt bemüht sich, Störungen durch zusätzliche Verkehrs- oder Lärmbelastungen so gering wie möglich zu halten. Ziel der Untersuchungen ist eine umfassende Machbarkeitserhebung für die spätere Wiederverwertung des Areals.

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