Bergkamen. Nach der Schließung der Hallenbäder in Kamen und Bergkamen im vergangenen Jahr steht nun der nächste Schritt an: Der Rückbau der Gebäude ist bereits ausgeschrieben. Nach Angaben der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) wird derzeit ein Abbruchunternehmen gesucht, mit dem Ziel, beide Anlagen noch im Laufe dieses Jahres vollständig zurückzubauen.
Die beiden Bäder waren am 13. April und am 25. Mai außer Betrieb gegangen und zuvor mit Abschwimm-Veranstaltungen verabschiedet worden. Seitdem herrscht in den Gebäuden weitgehend Stillstand. Nur wenige technische Anlagen wie die Lüftung laufen noch, um Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden. Die laufenden Kosten beschränken sich laut GSW derzeit vor allem auf Verkehrssicherung, Außenpflege und Abgaben für die Grundstücke.
Der Schwimmbetrieb hat sich inzwischen auf die neuen Einrichtungen – das Sesekebad und das Häupenbad – verlagert. Schulen und Vereine hätten sich dort nach anfänglichen organisatorischen Anpassungen gut eingespielt, die neuen Bäder seien stark nachgefragt.
Parallel zum geplanten Abriss wurden zahlreiche bewegliche Ausstattungsgegenstände aus den alten Anlagen weiterverwendet oder an Vereine und andere Bäder abgegeben. Dazu zählen unter anderem Schwimmbadzubehör, Werkzeuge, Sanitätsliegen, Leinen, Wertschließfächer und Umkleiden.
Der eigentliche Rückbau soll nach aktuellem Zeitplan im Frühsommer beginnen und etwa fünf bis sechs Monate dauern. Ob zunächst das rund 14.000 Quadratmeter große Areal in Bergkamen oder die etwa 6.000 Quadratmeter große Fläche in Kamen bearbeitet wird, entscheidet sich erst nach Vergabe des Auftrags. Unklar bleibt weiterhin, wie die frei werdenden Flächen künftig genutzt werden sollen.
