Alte Baumwollspinnerei wird zum Zentrum für Start-ups

Leipzig. In der Leipziger Baumwollspinnerei hat ein neues Innovationszentrum eröffnet. In der denkmalgeschützten Halle 7 arbeiten künftig Start-ups, Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtverwaltung unter einem Dach. Auf rund 5.500 Quadratmetern soll der sogenannte Smart Infrastructure Hub junge Unternehmen von der ersten Idee bis zur Wachstumsphase begleiten. Die Halle 7 wurde 1907 errichtet und gehört zum historischen Ensemble der Leipziger Baumwollspinnerei. Nach umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten ist nun ein weiterer Teil des ehemaligen Industrieareals einer neuen Nutzung zugeführt worden. Bereits seit 2019 wird die Halle teilweise kulturell genutzt, unter anderem von mehreren Leipziger Theatern.

In die Sanierung und den Umbau der Halle flossen insgesamt rund 17,8 Millionen Euro. Stadt Leipzig, SpinLab, die HHL Leipzig Graduate School of Management und die Universität Leipzig bündeln dort ihre Angebote für Gründung und Innovation. Allein die Universität nutzt mehr als 500 Quadratmeter für ihren SMILE Incubation Space.

Wo einst Baumwolle verarbeitet wurde, entstehen nun Ideen für Smart City, Energie, E-Health und weitere Zukunftstechnologien. Die Entwicklung der Halle 7 zeigt damit exemplarisch, wie historische Industriebauten eine zweite Karriere bekommen können: Nicht Abriss und Neubau, sondern Sanierung und neue Nutzung schreiben die Geschichte des Ortes weiter.

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