Biotürme Lauchhammer: Sanierung wird erneut geprüft

Lauchhammer. Die Zukunft der Biotürme in Lauchhammer bleibt offen – doch nun gibt es einen neuen Vorstoß für den Erhalt. Die Fraktion von Bürgermeister Mirko Buhr will den Zustand der denkmalgeschützten Anlage, mögliche Sanierungskosten und verfügbare Fördermittel in einem Gutachten untersuchen lassen. Die 1957/58 errichteten Biotürme sind die letzten markanten Relikte der ehemaligen Kokerei in Lauchhammer. Die 24 Türme wurden zur biologischen Reinigung phenolhaltiger Abwässer eingesetzt und stehen heute unter Denkmalschutz.

Anlage derzeit nicht begehbar

Der bauliche Zustand hat sich inzwischen so verschlechtert, dass Führungen und reguläre Begehungen nicht mehr möglich sind. Das ursprünglich geplante Projekt „Transformation 1535°“ wurde Ende 2025 wegen der angespannten Finanzlage der Stadt vorerst ruhend gestellt.

Förderprogramm könnte entscheidend werden

Neue Hoffnung setzt Lauchhammer auf das Bundesprogramm InKult, das die Erhaltung und Umgestaltung bedeutender Industrieanlagen in ehemaligen Braunkohleregionen unterstützt. Allerdings sind dafür Eigenmittel sowie ein Nachweis zur langfristigen Finanzierung von Betrieb und Unterhalt erforderlich. Genau diese Folgekosten stellen derzeit eine zentrale Hürde dar.

Was passiert mit den Türmen?

Mit dem geplanten Gutachten soll zunächst geklärt werden, was technisch überhaupt noch möglich ist und welche Kosten eine Sanierung verursachen würde. Damit könnte eine belastbare Grundlage für weitere Entscheidungen entstehen. Die Stadt Lauchhammer hat sich bereits grundsätzlich zum Erhalt des Industriedenkmals bekannt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert