Architektur-Ikone erhält Frischzellenkur

Foto: Gunnar Klack/CC BY-SA 4.0
Foto: Gunnar Klack/CC BY-SA 4.0

Berlin. In Berlin hat die umfassende Modernisierung der legendären Wohnanlage „Schlange“ an der Schlangenbader Straße begonnen. Das kommunale Wohnungsunternehmen Degewo saniert zunächst 156 Wohnungen – ein Pilotprojekt, nach dessen Abschluss über die Renovierung der übrigen knapp 1.800 Einheiten entschieden werden soll.

Das denkmalgeschützte Bauwerk, das zwischen 1975 und 1981 entstand, ist weltweit einzigartig: Auf 600 Metern Länge überbaut es die Bundesautobahn 104. Die Sanierung zählt laut Degewo zu den größten und technisch anspruchsvollsten Vorhaben in der Unternehmensgeschichte. Ziel ist es, die markante Architektur zu bewahren und gleichzeitig energetisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Geplant sind unter anderem eine moderne Fassadendämmung, neue Fenster, die Entfernung von Schadstoffen sowie der Austausch der Heizungs-, Sanitär- und Elektroanlagen. Auch die Badezimmer werden komplett erneuert. Während der Bauarbeiten müssen sich Anwohner auf Einschränkungen einstellen – etwa durch gesperrte Grünflächen und geänderte Verkehrsführungen.

Seit 2017 steht die „Schlange“ unter Denkmalschutz. Die Berliner Kulturverwaltung bezeichnete das „terrassierte Wohngebirge“ damals als herausragendes Beispiel der internationalen Megastruktur-Architektur der 1960er- und 1970er-Jahre.

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