Konstanz. Mit diesem Fund hatte niemand gerechnet: Bei Bauarbeiten für eine neue Rettungswache neben dem Konstanzer Klinikum ist ein rund 85 Meter langer Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die unterirdische Anlage war bislang unbekannt und wurde zufällig freigelegt.
Bunker bot Schutz für bis zu 150 Menschen
Die sogenannte Luftschutzdeckungsgrabenanlage entstand im Jahr 1944 und sollte die Bevölkerung vor Splittern, Trümmern und Brandbomben schützen. Der Bunker verfügte über drei Eingänge, mehrere Gänge sowie zwei Toiletten und bot Platz für bis zu 150 Menschen.
Angst vor Luftangriffen prägte die Kriegsjahre
Nach einem Bombenangriff auf Liggeringen im Jahr 1943 wurden auch in Konstanz verstärkt Schutzräume geplant. Zum Einsatz kam der Bunker offenbar nie, da die Stadt im Zweiten Weltkrieg von Bombardierungen verschont blieb. Dennoch gehen Experten davon aus, dass Menschen bei Luftalarm dort Schutz gesucht haben könnten.
