Schacht IV erhält historisches Rettungsgerät

Moers. Das Bergbaumuseum Schacht IV in Moers hat ein weiteres bedeutendes Exponat erhalten. Der Sicherheitstechnikkonzern Dräger übergab dem Museum ein Kreislaufatemgerät vom Typ BG4 plus aus dem Jahr 2009. Damit wird die Ausstellung zur Geschichte der Grubenwehr auf der ehemaligen Zeche Rheinpreußen weiter vervollständigt. Das rund 13 Kilogramm schwere Gerät war für Einsätze in sauerstoffarmen Bereichen ausgelegt und konnte bis zu vier Stunden Atemluftversorgung ermöglichen. Solche Geräte waren für Grubenwehren entscheidend, um nach Unglücken auch tief im Grubengebäude nach Verschütteten suchen und Rettungsmaßnahmen durchführen zu können.

Der neue Zugang soll während der Winterpause 2026/2027 für die Ausstellung vorbereitet und anschließend im Bereich Grubenrettung im Untergeschoss präsentiert werden. Die Sammlung dokumentiert damit die Entwicklung der Rettungstechnik von den historischen Geräten bis zur jüngeren Vergangenheit. Auf der Zeche Rheinpreußen wurde bereits 1906 eine professionelle Grubenwehr aufgebaut. Erste Geräte von Dräger folgten ab 1907. Mit dem neuen Exponat kann das Museum diese Entwicklung nun noch umfassender darstellen.

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