Rüdersdorf (bei Berlin). Abenteuerlust mit gefährlichem Ausgang: Zwei Berliner Männer sind in der Nacht zum Mittwoch (7. August) in das stillgelegte Chemiewerk in der Gutenbergstraße eingedrungen – ein beliebter, aber gesperrter Lost Place. Für einen der Männer endete der nächtliche Ausflug allerdings mit einem Feuerwehreinsatz. Gegen 1 Uhr wählte ein 39-Jähriger den Notruf. Nachdem er das rund drei Meter hohe Zugangstor überwunden hatte, schaffte er es offenbar nicht mehr zurück. Eingeschlossen und orientierungslos musste er Hilfe rufen.
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Rüdersdorf und Hennickendorf rückten aus – doch sie standen zunächst vor logistischen Herausforderungen. Zeitgleich war ein Brandmelder in einem Industriebetrieb in Tasdorf ausgelöst worden, weshalb nur ein Drehleiterfahrzeug für die erste Erkundung zur Verfügung stand. Erst nachdem dort Entwarnung gegeben werden konnte, traf ein Löschfahrzeug mit dem nötigen Werkzeug ein.
Die Einsatzkräfte öffneten das Tor gewaltsam und konnten den Mann rund 40 Minuten nach seinem Hilferuf befreien. Ein glückliches Ende – doch mit rechtlichen Konsequenzen: Die Polizei ermittelt nun wegen Hausfriedensbruchs.
Warnung der Behörden: Betreten verboten – Lebensgefahr
Immer wieder zieht das verlassene Chemiewerk Urban Explorer an – trotz klarer Warnschilder und Absperrungen. Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Touren: Neben strafrechtlichen Konsequenzen drohen auch schwere Verletzungen. Alte Industrieanlagen sind oft marode, unübersichtlich und potenziell lebensgefährlich.
