Wernigerode. Ein Großbrand in einem leerstehenden Industriegebäude hat in Wernigerode einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Technischem Hilfswerk ausgelöst. Am Dienstagabend geriet eine ehemalige Möbelfabrik im Stadtgebiet in Brand. Eine weithin sichtbare Rauchwolke zog über die Stadt. Das betroffene Gebäude mit einer Größe von rund 100 mal 40 Metern stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits großflächig in Flammen. Rund 40 Einsatzkräfte waren auch am folgenden Morgen noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand, angrenzende Wohnungen waren nicht betroffen.
Wegen der starken Rauchentwicklung hatte die Leitstelle des Landkreises Harz die Bevölkerung zunächst aufgefordert, den Bereich zu meiden. Eine unmittelbare Gefahr für Anwohner bestand nach Angaben der Behörden jedoch nicht. Der entstandene Sachschaden wird ersten Schätzungen zufolge auf etwa 100.000 Euro beziffert. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Nach aktuellem Stand könnte ein Blitzeinschlag das Feuer ausgelöst haben, eine vorsätzliche Brandstiftung kann jedoch ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.
Leerstand erneut im Fokus
Der Brand rückt erneut die Risiken leerstehender Industriegebäude in den Mittelpunkt. Ungenutzte Fabrikhallen stellen Einsatzkräfte häufig vor besondere Herausforderungen, da sich Brände unkontrolliert ausbreiten können und Gebäudezustände schwer einzuschätzen sind.
