Großbrand an historischer Grüneismühle

Beiseförth. Ein leerstehendes Wohnhaus an der historischen Grüneismühle im Beisetal ist am Donnerstagnachmittag vollständig ausgebrannt. Als die ersten Einsatzkräfte gegen 17.32 Uhr eintrafen, schlugen bereits meterhohe Flammen aus dem Dach des alten Fachwerkgebäudes.

Brisant: Ein Mann hatte sich offenbar unbefugt in dem Haus aufgehalten. Nachbarn retteten ihn über eine Leiter aus dem brennenden Gebäude. Nach medizinischer Erstversorgung wurde er in Polizeigewahrsam gebracht.

Die Löscharbeiten entwickelten sich zu einem Kraftakt. Schnee und Eis machten die steile Zufahrt nahezu unpassierbar, erst ein geräumter Weg ermöglichte den Zugang für die Feuerwehr. Rund 70 Einsatzkräfte aus mehreren Wehren kämpften gegen die Flammen, unterstützt von einer Drehleiter und einem Wasserwerfer aus Melsungen.

Ein Innenangriff war wegen akuter Einsturzgefahr ausgeschlossen. Teile des Gebäudes kollabierten, Funkenflug und offene Flammen hielten die Feuerwehr bis in die Nacht in Atem. Ein Baufachberater des Technisches Hilfswerk prüfte die Statik der Ruine.

Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Zur Schadenshöhe gibt es bislang keine Angaben. Der Eigentümer rechnet mit einem Abriss – damit droht ein weiterer schwerer Verlust für den traditionsreichen Mühlenkomplex aus dem Jahr 1432.

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