Friedberg. In Friedberg nimmt die Umwandlung der ehemaligen Kaserne in ein neues Stadtquartier konkret Fahrt auf. Die Stadt hat der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Kaufangebote für zwei Schlüsselgrundstücke vorgelegt – für eine neue zentrale Feuerwache und einen neuen Bau- und Betriebshof. Beide Vorhaben wurden im Haupt- und Finanzausschuss gebilligt. Der Kaufpreis für die insgesamt 40.000 Quadratmeter großen Flächen soll unter zehn Millionen Euro liegen, die Mittel sind im Haushalt eingeplant.
Mit dem Umzug werden bisher genutzte Areale frei – darunter der Bauhof im Städter Weg, wo künftig Wohnraum entstehen soll. Auch angrenzende Flächen sind bereits verplant: Südlich der Feuerwehr soll das THW Platz finden, im „Wartfeld“ plant der Wetteraukreis einen Verwaltungsbau.
Parallel treibt die Stadt weitere Projekte voran. Für den geplanten Verkehrskreisel in Fauerbach wurde das sogenannte Herold-Grundstück gesichert. Der Kreisel an der Kreuzung Ernst-Reuter-/Fauerbacher Straße gilt als Schlüssel zur Entlastung eines bekannten Verkehrsnadelöhrs. Die Stadt trägt Bau- und Kostenverantwortung allein, geht jedoch von einer positiven Haltung von Hessen Mobil aus.
Langfristig rückt zudem ein neues Baugebiet auf den früheren Schlammteichen nahe der Usa in den Fokus. Das als Bauerwartungsland eingestufte Areal könnte perspektivisch Wohnraum schaffen – politisch jedoch nicht unumstritten.
Auch im Stadtteil Bauernheim stehen die Zeichen auf Wachstum: Ein Investor plant Ein- und Zweifamilienhäuser sowie eine Kita. Die Stadt will ihre Vorgaben in einem städtebaulichen Vertrag sichern. Bürgermeister Kjetil Dahlhaus spricht von einer „riesigen Chance“ für den Ortsteil.
