Berlin. In einem seit Jahren stillgelegten Schwimmbad in Berlin-Friedrichshain ist am Samstagmittag ein Feuer ausgebrochen. Gegen 12.59 Uhr ging der Notruf ein, nachdem in der leer stehenden Halle an der Holzmarktstraße Rauch bemerkt worden war. Die Feuerwehr rückte mit rund 60 Einsatzkräften an.
Nach ersten Erkenntnissen brannte Gerümpel im Gebäude, das immer wieder von Obdachlosen als Unterschlupf genutzt wird. Mehrere Trupps durchsuchten die weitläufige Schwimmhalle unter Atemschutz systematisch nach möglichen Verletzten. Entwarnung: Es wurde niemand eingeschlossen oder schwer verletzt. Eine Person erlitt eine leichte Rauchvergiftung und kam vorsorglich ins Krankenhaus.
Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Das marode Bad am Spreeufer war 1976 zu DDR-Zeiten errichtet und vor rund acht Jahren wegen gravierender Baumängel geschlossen worden. Eine Sanierung hätte etwa sieben Millionen Euro gekostet – wirtschaftlich nicht vertretbar. Der Abriss ist ab Frühjahr geplant.
Bis 2030 soll auf dem Gelände ein Neubau entstehen: Im Sockelbereich ist eine moderne Schwimmhalle vorgesehen, darüber in sieben Geschossen 375 möblierte Mini-Apartments für Studierende sowie Büro- und Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Das neue Becken soll deutlich größer werden als das frühere 25-Meter-Becken.
