Dietzenbach. Der Kreis Offenbach will rund 3,1 Millionen Euro in die Sanierung des Europahauses in Dietzenbach investieren. Der Kreisausschuss hat dem Kreistag die Freigabe der Mittel empfohlen. Mit der Modernisierung soll ein erheblicher Sanierungsstau an dem Gebäudekomplex beseitigt und die weitere Nutzung langfristig gesichert werden. Der Baubeginn ist noch für 2026 vorgesehen. Geplant ist eine umfassende energetische Sanierung. Die Fassaden sollen eine neue Wärmedämmung erhalten, außerdem werden die Fenster sämtlicher Gebäudeteile ausgetauscht. Auch der Eingangsbereich zwischen Haupt- und Theatergebäude wird energetisch modernisiert.
Darüber hinaus steht die technische Infrastruktur im Mittelpunkt. Die elektrische Anlage wird vollständig erneuert, ebenso Blitzschutz und Warmwasserbereitung. Zudem sind Arbeiten an Kellerbereichen sowie der Heizungsanlage vorgesehen.
Auch die Zugänglichkeit des Gebäudes soll verbessert werden. Die bisherigen Eingangsstufen werden entfernt und durch eine Rampe ersetzt. Damit soll das Europahaus künftig barrierefrei erreichbar sein. Für die Sanierungsarbeiten müssen teilweise Pflanzen und Sträucher auf dem Grundstück entfernt oder zurückgeschnitten werden. Nach Abschluss der Arbeiten sind entsprechende Neupflanzungen vorgesehen. Das 1971 ursprünglich als Landschulheim errichtete Gebäude gehört seit 2002 dem Kreis Offenbach. Heute besteht der Komplex aus einem Hauptgebäude, einem Theatergebäude mit Saal sowie einem ehemaligen Hausmeisterhaus.
Genutzt wird das Europahaus unter anderem von der Aktionsgemeinschaft Soziale Arbeit, die dort Angebote der Jugendhilfe und Gewaltprävention betreibt. Auch der Sportkreis Offenbach und eine Schule für Erziehungshilfe und Kranke nutzen Räumlichkeiten. Mit der Millioneninvestition will der Kreis die Immobilie technisch und energetisch auf einen zeitgemäßen Stand bringen und ihre Nutzung langfristig sichern.
