Sanierung der Betonfassade des Egon-Jux-Hauses in Hitzacker

Foto: Ulrich Grenz
Foto: Ulrich Grenz

Hitzacker. Ein Stück Baugeschichte der 1960er-Jahre wird bewahrt: Am Freitag, den 4. Juli 2025, übergibt Professor Paul Georg Lankisch, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Lüneburg, einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 90.000 Euro an Denkmaleigentümer Ulrich Grenz. Mit dem Geld wird die dringend notwendige Sanierung der markanten Betonfassade des Egon-Jux-Hauses in Hitzacker finanziert. Möglich gemacht wurde die Förderung durch zahlreiche Spenden und Erträge der Lotterie GlücksSpirale.

Seltenes Wohnhaus eines Brückenbau-Architekten

Das 1961 errichtete Wohnhaus, benannt nach seinem Architekten Egon Jux, zählt zu den wenigen erhaltenen Wohnbauten des renommierten Brückenbauers. Trotz späterer Nutzung als Pension blieb das Gebäude äußerlich wie innerlich weitgehend im Originalzustand erhalten – ein bemerkenswertes Zeugnis brutalistischer Architektur in ländlicher Umgebung.

Brutalismus mit französischem Einfluss

Der flachgedeckte Bau auf H-förmigem Grundriss erinnert in seiner Formensprache an Le Corbusier, den Jux während seines Studiums in Paris persönlich kennenlernte. Die Architektur besticht durch gestapelt wirkende Betonplatten, Backstein- und Waschbetonflächen sowie umlaufende Fensterbänder, die viel Licht ins Innere lassen. Die durchdachte Raumstruktur mit Hanglage, Gartenblick, Dachbegrünung und großflächiger Verglasung zeugt vom visionären Anspruch des Architekten – schon 1961 setzte er Maßstäbe für nachhaltiges und modernes Bauen.

40 Jahre DSD – ein Jubiläum mit Wirkung

Die Förderung reiht sich in über 560 Projekte ein, die die DSD allein in Niedersachsen unterstützt hat. Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens will die private Stiftung weiterhin außergewöhnliche Bauwerke wie das Egon-Jux-Haus retten und sichtbar machen – für zukünftige Generationen und als Beitrag zur kulturellen Vielfalt des Landes.

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