Mauerwerkssanierung am Bismarckturm in Rudolstadt

Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert
Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

Rudolstadt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Sanierung des Bismarckturms in Rudolstadt mit 10.000 Euro. Das Geld stammt aus zahlreichen Spenden und ist für die Instandsetzung des Mauerwerks an der äußeren Hülle des historischen Bauwerks vorgesehen.

Der Turm, der im Stil einer kleinen Ritterburg errichtet wurde, verfügt über einen zinnenbewehrten Anbau. Dieser war einst mit einer Stampfbetondecke und einem Kreuzgewölbe im Inneren ausgestattet. Das flache, zinnengekrönte Dach diente zusätzlich als Aussichtsplattform für bis zu zwölf Personen.

Betreten werden konnte der Bismarckturm ursprünglich nur über die im gotischen Stil gestaltete Eingangstür des Anbaus. Oberhalb prangte das Signet der Gesellschaft „Rudolstädter Abend“. Im Inneren verband eine Bogentür den Rundturm mit dem Anbau. Der Aufenthaltsraum war altgotisch eingerichtet, beheizbar und bot Platz für 20 bis 25 Besucher. Bismarck-Devotionalien schmückten den Raum, während Fenster mit Holzläden und Eisenbeschlägen Schutz boten.

Ein besonderes Detail: An der Nordostseite des Turms ist noch heute eine Sandsteinplatte mit dem Wappenschild des Reichskanzlers angebracht.

Mit der Förderung durch die DSD rückt die dringend nötige Sanierung des Denkmals näher – und damit die Chance, das historische Wahrzeichen von Rudolstadt langfristig zu erhalten.

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