Beverungen. Ein bedeutendes Kulturdenkmal in Westfalen erhält kräftige Unterstützung: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt 120.000 Euro für die Sanierung des Schlosses Amelunxen zur Verfügung. Finanziert wird die Förderung durch zahlreiche Spenden und Erträge der Lotterie GlücksSpirale. Mit dem Geld sollen dringend notwendige Dachdecker- und Zimmererarbeiten umgesetzt werden.
Das Schloss, eingebettet in einen Wirtschaftshof mit angrenzendem Landschaftspark, blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Ursprünglich ging die Anlage aus einem mittelalterlichen bischöflichen Gutshof hervor, bevor die Brüder Gerd und Ludolf von Amelunxen 1554 das heutige Herrenhaus errichteten. Seit 1718 befindet sich das Anwesen im Besitz der Familie des Fürstbischofs von Paderborn, Franz Arnold Freiherr von Wolff-Metternich zur Gracht.
Architektonisch gilt das zweigeschossige Herrenhaus als herausragendes Beispiel der frühen Weserrenaissance. Der langgestreckte Steinbau mit Eckquaderungen, Kreuzstockfenstern und repräsentativen Rundbogenportalen zeigt den repräsentativen Anspruch des Adels jener Zeit. Besonders markant sind die Steinerker mit Dreiecksgiebeln und die imposante Freitreppe. Das hohe Sandsteindach mit Zwerchhaus und Gauben prägt bis heute das Erscheinungsbild.
Mit der jetzigen Förderung soll die Bausubstanz nachhaltig gesichert und das historische Schloss für die Zukunft bewahrt werden – ein wichtiger Schritt für die regionale Bau- und Kulturgeschichte.
