Eckturm der Burgruine Hunolstein wird saniert

Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bolz
Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bolz

Hunolstein. Die Burgruine Hunolstein bei Morbach erhält finanzielle Unterstützung für weitere Sicherungsarbeiten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt 40.000 Euro bereit, um das Bruchsteinmauerwerk am Rondell des historischen Eckturms fachgerecht zu sanieren. Ermöglicht wird die Förderung durch private Spenden sowie Erträge der Lotterie GlücksSpirale.

Mit den Arbeiten soll die historische Bausubstanz dauerhaft gesichert und ein weiterer Verfall der mittelalterlichen Burganlage verhindert werden. Die Ruine zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen im Hunsrück und ist ein beliebter Anlaufpunkt für Wanderer und Geschichtsinteressierte.

Bedeutendes Wahrzeichen an einer beliebten Wanderroute

Die Burgruine liegt am westlichen Ortsrand von Hunolstein in einem bewaldeten Gebiet unweit des Luftkurorts Morbach. Durch ihre Lage an einer der schönsten Wanderstrecken Deutschlands zieht die Anlage jedes Jahr zahlreiche Besucher an und zählt zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten der Region. Mit der aktuellen Förderung soll insbesondere das markante Rondell des erhaltenen Eckturms stabilisiert werden, dessen Bruchsteinmauerwerk durch Alterung und Witterungseinflüsse geschädigt ist.

Burg entstand im 12. Jahrhundert

Die Ursprünge der Burg Hunolstein reichen bis in das späte 12. Jahrhundert zurück. Errichtet wurde die Höhenburg im Auftrag der Vögte von Hunolstein, die die Anlage als Herrschaftssitz nutzten. Im Jahr 1238 wurde die Burg dem Erzbischof von Trier als Lehen übertragen. Rund zweieinhalb Jahrhunderte später zog das Erzstift Trier die Anlage wieder ein und übernahm die Kontrolle über die strategisch wichtige Festung.

Zerstörung im Jahr 1522

Ihr Ende als bewohnte Burg fand die Anlage im Jahr 1522 während der Fehden des berühmten Reichsritters Franz von Sickingen. Bei den Auseinandersetzungen wurde die Burg zerstört und anschließend nicht wieder aufgebaut. Seitdem prägt die Ruine das Landschaftsbild des Hunsrücks. Trotz der jahrhundertelangen Witterungseinflüsse sind noch bedeutende Teile der mittelalterlichen Befestigungsanlage erhalten geblieben.

Eckturm und Ringmauern erzählen die Geschichte der Burg

Von der einst auf einem Quarzitfelsen errichteten Oberburg sind heute nur noch wenige Mauerreste vorhanden. Deutlich besser erhalten ist die östlich gelegene Unterburg. Dort stehen noch Abschnitte der historischen Ringmauern sowie der charakteristische runde Eckturm, an dessen Mauerwerk nun umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die mächtigen Mauern prägten über Jahrhunderte das Ortsbild. Bewohner des Dorfes nutzten sie teilweise sogar als stabile Rückwand für ihre eigenen Wohnhäuser – ein ungewöhnliches Beispiel für die enge Verbindung zwischen Burganlage und Dorfentwicklung.

Förderung bewahrt ein wichtiges Kulturdenkmal

Mit der Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird ein bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Wehrarchitektur im Hunsrück langfristig gesichert. Die Sanierung des Bruchsteinmauerwerks trägt dazu bei, die historische Substanz der Burgruine Hunolstein zu erhalten und eines der markantesten Kulturdenkmäler der Region auch für zukünftige Generationen zugänglich zu machen.

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