Historisches Reetdachhaus in Molfsee zerstört

Foto: Symbolbild/KI
Foto: Symbolbild/KI

Kiel. Ein verheerender Brand hat im Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel ein mehr als 250 Jahre altes Reetdachhaus vollständig zerstört. Das historische Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder und gilt als unwiederbringlich verloren. Rund 100 Feuerwehrkräfte verhinderten, dass die Flammen auf weitere Museumsgebäude übergriffen.

Blitzschlag gilt als wahrscheinlichste Brandursache

Nach ersten Ermittlungen der Polizei sprechen nahezu alle Hinweise für einen Blitzeinschlag als Auslöser des Feuers. Brandstiftung oder ein technischer Defekt konnten die Ermittler bislang nicht feststellen. Das Feuer war während eines Gewitters in den frühen Morgenstunden ausgebrochen und hatte das reetgedeckte Gebäude innerhalb kürzester Zeit erfasst.

Wiederaufbau offenbar ausgeschlossen

Besonders schwer wiegt der Verlust für das Museum: Nach Angaben der Verantwortlichen sind die historischen Baumaterialien nahezu vollständig zerstört. Deshalb gilt ein originalgetreuer Wiederaufbau derzeit als nicht realisierbar. Das Gebäude aus dem Jahr 1765 war eines der bedeutendsten Exponate des Freilichtmuseums und stammte ursprünglich aus Bergenhusen, bevor es nach Molfsee umgesetzt wurde.

Museum verliert einzigartiges Zeugnis ländlicher Baugeschichte

Mit dem Brand verliert das Freilichtmuseum eines seiner wertvollsten historischen Gebäude. Der Vorfall zeigt erneut, wie anfällig denkmalgeschützte Reetdachhäuser gegenüber Naturereignissen sind. Die Museumsleitung will nun prüfen, wie der Verlust dokumentiert und die Geschichte des Hauses künftig vermittelt werden kann.

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