90.000 Euro für die Klosterruine Frauenalb

Foto: Landratsamt Karlsruhe
Foto: Landratsamt Karlsruhe

Marxzell. Die Klosterruine Frauenalb in Marxzell soll langfristig gesichert werden. Dafür stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 90.000 Euro zur Verfügung. Das Geld fließt in vorbereitende Untersuchungen und dringend notwendige Notsicherungsmaßnahmen. Finanziert wird die Unterstützung durch Spenden sowie Erträge der Lotterie GlücksSpirale. Die im Albtal gelegene Klosteranlage zählt zu den bedeutendsten historischen Bauwerken der Region. Die Klosterruine ist heute ein markantes Wahrzeichen von Frauenalb und prägt das Landschaftsbild in der Gemeinde Marxzell.

Die Anlage geht auf ein im Mittelalter gegründetes Frauenkloster zurück. Über Jahrhunderte entwickelte sich Frauenalb zu einer bedeutenden geistlichen und wirtschaftlichen Einrichtung. Nach der Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation begann der schrittweise Verfall der Gebäude.

Notsicherung soll weiteren Verfall stoppen

Mit den jetzt geförderten Maßnahmen soll zunächst geklärt werden, welche Schäden vorhanden sind und welche Sicherungsarbeiten besonders dringend erforderlich sind. Ziel ist es, die historische Bausubstanz zu stabilisieren und weiteren Substanzverlust zu verhindern. Die Gemeinde Marxzell hatte bereits im Juli mit einer umfassenden Notsicherungsmaßnahme begonnen. Die Arbeiten sollen mehrere Monate dauern und die Ruine vor weiteren Schäden schützen.

Mehr als Denkmalschutz

Die Förderung ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Anlage. Denn bei einer Ruine wie Frauenalb geht es nicht nur um einzelne Mauern, sondern um ein historisch gewachsenes Ensemble, das die Entwicklung der Region über Jahrhunderte dokumentiert. Mit den 90.000 Euro soll nun die Grundlage für weitere Maßnahmen geschaffen werden.

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