Dissen aTW. Wie lässt sich ein 13 Hektar großes Industriebrachland mitten in Dissen sinnvoll und zukunftsweisend entwickeln? Dieser Frage hat sich der gebürtige Dissener Jonas Thießen gewidmet – und zeigt ab dem 28. Juli 2025 seine Ideen in einer öffentlich zugänglichen Ausstellung im Rathaus der Stadt.
Thießen, Architekturstudent an der Jade Hochschule in Oldenburg, hat im Rahmen einer Intensivarbeit zur Vorbereitung seiner Masterarbeit innovative städtebauliche Konzepte für das ehemalige Homann-Gelände entwickelt. Sein Entwurf gliedert das Areal in fünf unterschiedliche Nutzungszonen und bietet einen abwechslungsreichen Nutzungsmix – inspiriert durch Ideen aus der Bevölkerung.
„Die Konzepte zeigen eindrucksvoll, wie das Gelände neue Impulse für die Stadtentwicklung liefern kann“, lobt Bürgermeister Eugen Görlitz. Zwar wurden wirtschaftliche und technische Machbarkeit bewusst ausgeklammert, doch Thießens Arbeit bietet eine wertvolle Diskussionsgrundlage für die künftige Planung.
Modell und Visualisierungen im Rathaus ausgestellt
Besucherinnen und Besucher können sich in der Ausstellung auf zahlreiche Visualisierungen, detaillierte Planzeichnungen und ein maßstabsgetreues Modell freuen. Der Eintritt ist frei, die Ausstellung ist zu den regulären Rathausöffnungszeiten zugänglich.
Parallel zur Ausstellung laufen die offiziellen Planungen für das Areal auf Hochtouren. Eine von der Stadt Dissen aTW und der Osnabrücker Land-Entwicklungsgesellschaft (oleg) beauftragte Bedarfsanalyse wird im August dem zuständigen Ausschuss vorgelegt. Bereits im Frühsommer 2026 sollen erste Abrissarbeiten beginnen. Für 2026 ist auch die Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs geplant.
Ein Projekt mit Symbolkraft
Die Ideen Thießens unterstreichen das Potenzial des Homann-Geländes, sich vom brachliegenden Industriegelände zu einem identitätsstiftenden Stadtquartier zu wandeln – mit Raum für Wohnen, Arbeiten, Begegnung und Grünflächen. Ein mögliches Zukunftsbild, das nun seinen Weg in die öffentliche Diskussion findet.
