Zollverein vollendet seinen Denkmalpfad

Essen. Auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen ist der Ausbau des Denkmalpfads der Kokerei abgeschlossen. Mit den Stationen „Umweltschutz“ und „Beheizen“ sind nun zehn Vermittlungsstationen fertiggestellt. Besucher können damit weitere bislang nicht öffentlich zugängliche Bereiche der ehemaligen Kokerei erleben.

Die Dimensionen der ehemaligen Produktion sind gewaltig: In 304 Öfen wurden bei rund 1.250 Grad täglich etwa 10.000 Tonnen Kohle zu rund 8.600 Tonnen Koks verarbeitet. Der Denkmalpfad macht diese Produktionsabläufe anhand authentischer Orte, historischer Aufnahmen und moderner Ausstellungstechnik nachvollziehbar.

Laufsteg durch die Koksöfen

Besonders spektakulär ist die neue Station „Beheizen“. Nach dem Rückbau des Sonnenrads wurden die aufgeschnittenen Koksöfen der Batterie 9 über einen rund 30 Meter langen Laufsteg erschlossen. Besucher bewegen sich dabei rund sieben Meter über dem Boden durch die historische Produktionsanlage.

Industriekultur statt Abriss

Zollverein zeigt damit eine andere Möglichkeit im Umgang mit ehemaliger Industriearchitektur: Nicht der Rückbau, sondern die museale Erschließung und Vermittlung stehen im Mittelpunkt. Seit 2020 wurden insgesamt zehn Stationen entwickelt, die technische Abläufe ebenso wie Arbeitswelt, Umweltgeschichte und gesellschaftlichen Wandel vermitteln.

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