Wandmalerei im Hamburger Bahnhof wird restauriert

Foto: A.Savin/FAL
Foto: A.Savin/FAL

Berlin. Im ehemaligen Hamburger Bahnhof in Berlin-Tiergarten steht nicht nur die historische Architektur unter Denkmalschutz. Auch eine ortsspezifische Wandmalerei des italienischen Künstlers Niele Toroni wird jetzt restauriert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt dafür 15.936,48 Euro zur Verfügung. Die Wandmalerei „Omaggio alla loggia dello spedale degli innocenti“ entstand 1988. Damit stammt sie aus einer besonderen Phase der Berliner Kulturgeschichte unmittelbar vor dem Fall der Mauer. Das Werk war Teil der Ausstellung „Zeitlos“ von Harald Szeemann und wurde zu einer frühen künstlerischen Intervention in dem damals noch unsanierten Bahnhofsgebäude.

Schäden gefährden die historische Arbeit

Der Zustand der Wandmalerei ist inzwischen problematisch. Witterungseinflüsse und die Nutzung der Passerelle haben Verschmutzungen verursacht. Hinzu kommen Putzrisse von insgesamt rund acht Metern Länge, feine Schwundrisse, ablösende Farbschollen und mechanische Beschädigungen. Auch frühere unsachgemäße Retuschen beeinträchtigen das Erscheinungsbild.

Denkmal und Kunstwerk gehören zusammen

Der Fall zeigt, wie komplex Denkmalpflege inzwischen sein kann. Geschützt wird nicht allein ein historischer Baukörper, sondern auch eine spätere künstlerische Ebene, die inzwischen selbst Teil der Geschichte des Ortes geworden ist. Der ehemalige Hamburger Bahnhof gehört zu den ältesten erhaltenen Bahnhofsgebäuden Deutschlands und wurde seit seiner Errichtung mehrfach umgenutzt.

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