„Paradome Potsdam“: Umbau des Lok-Zirkus abgeschlossen

Foto: Driven Investment GmbH
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Potsdam. Die aufwendige Sanierung der ehemaligen Lokomotivmontagehalle in Potsdam-Babelsberg ist abgeschlossen. Das markante Industriedenkmal, das vielen als „Lok-Zirkus“ bekannt war, wurde zum modernen Büro- und Verwaltungsgebäude umgestaltet und bietet nun rund 540 Arbeitsplätze für das Hauptzollamt Potsdam. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat das Gebäude bereits angemietet und stellt es der Bundesbehörde zur Verfügung.

Das Berliner Büro Bollinger + Fehlig Architekten setzte gemeinsam mit Partnern das Projekt um, das 2021 von DRIVEN Investment in Auftrag gegeben wurde. Ziel war es, den denkmalgeschützten Bau zu erhalten und zugleich den Anforderungen eines zeitgemäßen Verwaltungsstandorts gerecht zu werden. Ursprünglich war die Halle sogar für den Abriss vorgesehen.

Die Montagehalle wurde 1898/99 als Teil der Lokfabrik Orenstein & Koppel errichtet. Bis 1976 wurden hier Lokomotiven gefertigt, später Kräne und Kälteanlagen. Nach Produktionsende 1992 verfiel der Komplex weitgehend, nur der sechseckige Ziegelbau mit der auffälligen Schwedler-Kuppel blieb erhalten – oft genutzt als Filmkulisse oder Veranstaltungsort.

Nun ist das „Paradome Potsdam“ entstanden: Die historische Fassade wurde restauriert, moderne Fensteröffnungen sorgen für Licht und Belüftung. Unter der 20 Meter hohen Kuppel entstand ein eingeschossiger Neubau, dessen Dach als Plattform genutzt werden kann. Neben Büros wurden auch Archivflächen, Besprechungsräume, Lagerräume sowie eine Tiefgarage mit 118 Stellplätzen geschaffen.

Das Projekt erhielt 2024 den Sonderpreis des Brownfield Award und gilt als Musterbeispiel moderner Denkmalpflege und nachhaltiger Nachnutzung. Mit der Ansiedlung des Hauptzollamts ist die Zukunft des Industriedenkmals gesichert.

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