Neue Investoren für Hubertusbad gesucht

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Berlin. Das historische Hubertusbad in Berlin-Lichtenberg soll in neuem Glanz erstrahlen – allerdings nicht durch Verkauf, sondern über ein Erbbaurechtsmodell. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) möchte im Auftrag des Berliner Senats die Immobilie an einen langfristigen Betreiber vergeben, der sowohl finanziell als auch fachlich in der Lage ist, das unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu sanieren und zukunftsfähig zu nutzen. Ziel ist eine gemeinwohlorientierte Entwicklung mit dauerhaftem Nutzen für die Stadtgesellschaft, wie der Förderverein Stadtbad Lichtenberg betont.

Im Rahmen eines Bieterverfahrens wird das Erbbaurecht an dem Gebäude vergeben. Dabei bleibt das Grundstück im Eigentum des Landes Berlin, während der erfolgreiche Bewerber das Bad über Jahrzehnte hinweg nutzen und entwickeln darf. Der Fokus liegt auf der Auswahl eines finanzstarken und denkmalerfahrenen Investors, der den umfangreichen Sanierungsbedarf bewältigen kann.

Die Ausgangssituation ist jedoch komplex: Der Zustand des Bades erfordert Investitionen von geschätzten 60 Millionen Euro. Gleichzeitig steht das gesamte Gebäudeensemble unter Denkmalschutz, was die Sanierung technisch und planerisch stark einschränkt. Eine Lockerung der Auflagen ist kaum möglich, da der Schutzstatus eng mit dem historischen und kulturellen Wert des Bauwerks verknüpft ist.

Gefragt ist deshalb ein Investor, der nicht nur über ausreichend Kapital verfügt, sondern auch Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz mitbringt. Neben dem finanziellen Risiko erfordert das Projekt auch ein tragfähiges Nutzungskonzept, das sowohl wirtschaftlich als auch kulturell überzeugt. Mögliche Nutzungsformen könnten im Bereich Bildung, Gesundheit, Kultur oder auch Sport liegen – etwa in Form eines Schwimmbads mit ergänzenden Angeboten.

Trotz der großen Herausforderungen sieht der Förderverein auch Potenzial: Das Erbbaurecht biete Planungssicherheit und ermögliche kreative Konzepte mit Alleinstellungsmerkmal. Mit dem richtigen Partner könne das Hubertusbad nicht nur bewahrt, sondern zu einem lebendigen Ort für die Gemeinschaft werden.

Letztlich, so der Verein, brauche es außergewöhnliches Engagement und fachliche Exzellenz, um das geschichtsträchtige Stadtbad verantwortungsvoll und nachhaltig in die Zukunft zu führen.

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