Leerstehende Gebäude sollen Wohnprojekt werden

Foto: Monika Quabeck-Gleser
Foto: Monika Quabeck-Gleser

Wuppertal. Zwei leerstehende Gebäude in der Buschstraße in Wuppertal sollen eine neue Zukunft erhalten. Die Wohnprojekt-Initiative Buschwerk plant, die Bestandsbauten für gemeinschaftliches Wohnen umzunutzen und durch einen Neubau zu ergänzen. Erste Architekturentwürfe liegen inzwischen vor. Das Vorhaben setzt auf den Erhalt vorhandener Bausubstanz statt auf einen vollständigen Abriss.

Die Planung des Büros Team 51.5° Architekten sieht vor, beide bestehenden Gebäude zu erhalten und mit einem zusätzlichen Neubau zu verbinden. Entstehen sollen Wohnungen mit vergleichsweise kleinen privaten Wohnflächen, die durch großzügige Gemeinschaftsbereiche ergänzt werden. Das Konzept soll individuelles Wohnen ermöglichen und zugleich den Austausch zwischen den Bewohnern fördern.

Stadt unterstützt die Entwicklung

Die Stadt Wuppertal begleitet das Vorhaben im Rahmen des Förderprojekts „Soziale Innovationen im Bauen und Wohnen“ (SInBa). Eine sogenannte Anhandgabevereinbarung sichert der Initiative zunächst für zwölf Monate zu, dass das städtische Grundstück nicht anderweitig vergeben wird. In dieser Zeit kann das Projekt weiter konkretisiert werden. Noch sucht die Initiative Menschen, die sich an der Planung beteiligen und später Teil der gemeinschaftlichen Wohnform werden möchten. Die Umsetzung hängt damit auch davon ab, ob sich genügend Interessierte finden und das Vorhaben wirtschaftlich realisieren lässt.

Eine Alternative zum Abriss

Das Projekt Buschwerk zeigt, wie leerstehende Gebäude durch neue Nutzung wieder Teil des Stadtlebens werden können. Statt vorhandene Bausubstanz aufzugeben, soll sie in ein Wohnkonzept integriert werden, das Gemeinschaft und einen bewussten Umgang mit Fläche verbindet. Ob daraus tatsächlich ein dauerhaftes Wohnprojekt entsteht, wird sich in den kommenden Planungsschritten zeigen.

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