Brotterode. Im zweiten Anlauf ist der Abriss des markanten Anlaufturms der Inselbergschanze erfolgreich verlaufen. Am Sonntagabend um exakt 20:05 Uhr fiel der 56 Meter hohe Turm vor rund 500 Schaulustigen spektakulär in sich zusammen. Der Wintersportverein Brotterode bestätigte den planmäßigen Verlauf nach dem gescheiterten ersten Versuch am vorangegangenen Wochenende.
Die Ursache für das Scheitern des ersten Abrissversuchs wurde nun bekannt: Alte Baupläne hatten nicht erkennen lassen, dass die Stahlkonstruktion im Inneren zusätzlich verstärkt war. Das ursprüngliche Verfahren, bei dem die Stahlträger durch Strom auf 300 Grad erhitzt wurden, reichte daher nicht aus, um die Konstruktion zum Einsturz zu bringen.
Für den erfolgreichen zweiten Anlauf griff das beauftragte Unternehmen MB Spezialabbruch zu einer neuen Methode: Die Träger wurden thermisch getrennt – erneut ohne Sprengstoff. Die Arbeiten verzögerten sich durch eine notwendige Pause, da zusätzliches Gerät aus der Werkstatt geholt werden musste. „Das ist bei solchen Einsätzen üblich“, erklärte Prokuristin Anne Mittelsdorf.
Mit dem Abriss beginnt der Weg für einen modernen Neubau, der künftig internationale Standards erfüllen soll. Die neue Schanze wird den Anforderungen des Welt-Skiverbandes (FIS) entsprechen und damit Austragungsort für Wettbewerbe wie den Continentalcup bleiben.
