Fassadenteil stürzt vom Bierpinsel – Sicherung angeordnet

Foto: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
Foto: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Berlin. Der Berliner Bierpinsel sorgt erneut für Schlagzeilen. An der Seitenfassade des markanten Turmbaus in Steglitz hat sich ein Fassadenelement gelöst und ist herabgestürzt. Der darunterliegende Bereich an der Schildhornstraße bleibt deshalb vorerst gesperrt. Polizei und Feuerwehr sicherten die Gefahrenstelle unmittelbar nach dem Vorfall. Jetzt ist der Eigentümer gefordert. Nach Angaben des Bezirksamts muss die Fassade kurzfristig konstruktiv gesichert werden. Sollte sich weiteres Material lösen, soll die Sicherung verhindern, dass Fassadenteile unkontrolliert herabfallen. Die Bau- und Wohnungsaufsicht Steglitz-Zehlendorf überwacht die Einleitung und Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen.

Denkmalbehörde eingeschaltet

Sollten sich bei der weiteren Untersuchung zusätzliche Schäden an der Fassade zeigen, will die Bauaufsicht gemeinsam mit der Unteren Denkmalschutzbehörde die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen einleiten. Damit steht nicht nur die unmittelbare Verkehrssicherheit im Mittelpunkt, sondern auch der langfristige Erhalt des ungewöhnlichen Bauwerks.

Vom Wahrzeichen zum Problemfall

Der 1970 fertiggestellte Bierpinsel gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Berliner Nachkriegsmoderne. Seit Jahren steht das Gebäude jedoch weitgehend leer und wartet auf eine neue Nutzung. Nach Angaben des Bezirksamts bestehen grundsätzlich keine rechtlichen Hindernisse, den Bau wieder etwa für Gewerbe oder kleinteilige Gastronomie zu nutzen. Ob und wann eine solche Wiederbelebung tatsächlich erfolgt, liegt beim Eigentümer.

Erst sichern, dann sanieren

Der aktuelle Schaden macht deutlich, wie dringend der bauliche Zustand des Bierpinsels geworden ist. Zunächst muss die Fassade gesichert und die Gefahr für Passanten beseitigt werden. Ob daraus anschließend umfassendere Sanierungsarbeiten entstehen, ist derzeit offen. Für das markante Steglitzer Bauwerk steht damit einmal mehr die Frage im Raum, ob aus jahrelangem Leerstand endlich wieder eine dauerhafte Nutzung wird.

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