Ehemalige Papierfabrik verfällt zusehends

Alling. An der Labertalstraße bei Alling im Landkreis Regensburg steht ein Stück bayerischer Industriegeschichte vor dem langsamen Verschwinden. Die ehemalige Papierfabrik wurde 1836 von Friedrich Pustet gegründet und entwickelte Alling über Jahrzehnte zu einem bedeutenden Industriestandort. Heute stehen die historischen Gebäude seit Jahrzehnten leer und verfallen zunehmend.

Die Papierfabrik nutzte die Schwarze Laber als Energiequelle und prägte das wirtschaftliche Leben der Region. Über lange Zeit entstanden rund um das Werk weitere Gebäude und Einrichtungen. Auch eine Direktorenvilla und Wohnhäuser für Arbeiter gehörten zum historischen Fabrikensemble. 1972 schlossen sich die Werkstore endgültig. Seitdem hat sich das Areal immer stärker verändert. Während einzelne Gebäude erhalten oder anderweitig genutzt wurden, verfällt ein Teil der früheren Fabrikanlagen weiter.

Die Papierfabrik ist heute vor allem ein Zeugnis einer Industriegeschichte, die in der Oberpfalz nur noch an wenigen Orten sichtbar ist. Historische Quellen heben die Bedeutung des Allinger Werks hervor: Zusammen mit einzelnen Pappenfabriken gehörte es zu den wenigen Papierstandorten der Region, die noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts produzierten.

Was bleibt, ist ein zunehmend vom Verfall geprägtes Ensemble. Die ehemalige Papierfabrik Alling zeigt damit eindrucksvoll, wie schnell industrielle Geschichte aus dem Alltag verschwinden kann, wenn für historische Bausubstanz keine dauerhafte Nutzung gefunden wird.

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