Denkmalamt prüft Schutz des DDR-Spaßbades

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Berlin. Der geplante Abriss des Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Berlin-Friedrichshain sorgt weiter für Streit. Bausenator Christian Gaebler (SPD) will das einstige DDR-Spaßbad bis 2028 abreißen lassen, um auf dem Areal rund 500 Wohnungen, eine Schule, Geschäfte und Sportstätten zu errichten. Doch eine neue Entwicklung könnte den Plänen einen Strich durch die Rechnung machen: Das Landesdenkmalamt prüft aktuell, ob das SEZ doch noch unter Schutz gestellt wird.

Die Initiative „SEZ für alle“ um Susanne Lorenz schöpft neue Hoffnung. Am Tag des offenen Denkmals wollen Aktivisten vor dem Gebäude für den Erhalt demonstrieren. Rückendeckung kommt vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg: Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) hatte offiziell eine Neubewertung der Denkmalwürdigkeit gefordert.

Hintergrund: Bereits 2013 hatte das Landesdenkmalamt den Schutz abgelehnt – mit Verweis auf den Zustand des Gebäudes und den Innenausbau. Inzwischen liegen jedoch neue Expertisen vor, die laut Bezirksamt eine andere Bewertung rechtfertigen könnten.

Trotzdem hält die Senatsbauverwaltung am bisherigen Fahrplan fest. Auch wenn das Landesdenkmalamt eine Unterschutzstellung beschließt, bedeutet das noch keine sichere Rettung – auch geschützte Bauten können abgerissen werden.

Die Architektin Rebecca Chestnutt, Mitglied im Landesdenkmalrat, sieht das SEZ zwar als geschichtlich bedeutend an, plädiert aber für eine Teilerhaltung: Elemente wie Gebäudeträger oder der markante Sprungturm könnten in ein neues Quartier integriert werden. Für die Bürgerinitiative ist das jedoch „blanker Hohn“.

Klar ist: Der Konflikt um das SEZ spitzt sich zu. Während die Politik Wohnungen und Stadtentwicklung im Blick hat, kämpfen Anwohner und Aktivisten um ein Stück Berliner Geschichte.

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