Wefensleben. Zwei Wochen nach dem verheerenden Feuer im entstehenden Humanas-Wohnpark Wefensleben steht fest: Ein komplettes Gebäude muss abgerissen und neu errichtet werden. Der Brand, der am Donnerstag, 24. Juli 2025, ausbrach, hat das erste von drei Reihenhäusern vollständig zerstört.
Feuerwehr kämpfte stundenlang gegen Glutnester
Bauarbeiter hatten die Flammen auf dem Dach von Reihenhaus 1 bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Trotz des schnellen Einsatzes von rund 80 Einsatzkräften aus acht Ortsfeuerwehren der Gemeinde Obere Aller konnte das Gebäude nicht gerettet werden. Dicke schwarze Rauchwolken waren kilometerweit sichtbar.
Unter Leitung von Fabian Rehberg (Feuerwehr Eilsleben/Ummendorf) gestalteten sich die Löscharbeiten äußerst schwierig. Immer wieder entzündeten sich Glutnester im einsturzgefährdeten Baukörper. Bereits am Folgetag ordneten die Behörden den Teilabriss an, damit die Feuerwehr die Brandherde endgültig beseitigen konnte.
Abriss und Wiederaufbau dauern Monate
Nun muss das gesamte Reihenhaus 1 inklusive Bodenplatte und Versorgungsleitungen entfernt werden. „Die Abrissarbeiten werden rund vier Wochen in Anspruch nehmen. Erst danach können wir mit dem Wiederaufbau beginnen“, erklärt Humanas-Projektmanager Michael Stegemann. Bis der Bau den Stand von vor dem Brand erreicht, werden nach seiner Einschätzung vier bis fünf Monate vergehen.
Die Bauarbeiten an den übrigen Gebäuden laufen bereits wieder. Auf dem Gelände an der Bahnhofstraße entstehen neben dem zerstörten Reihenhaus zwei weitere Gebäude mit jeweils zehn Zweiraumwohnungen.
Herzstück „Wabe“ bleibt im Zeitplan
Unmittelbar neben dem Brandobjekt befindet sich die sogenannte Wabe – das zentrale Gebäude aller Humanas-Wohnparks. Sie umfasst 28 Einraumappartements für Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf und ist nahezu fertiggestellt. Entsprechend sollen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner im Herbst einziehen können.
Lediglich der geplante „Tag der offenen Wohnparktür“ am 12. August muss verschoben werden. Ein neuer Termin soll demnächst bekanntgegeben werden.
Polizei nennt Ursache – Verdacht auf fahrlässige Brandstiftung
Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass Schweißarbeiten auf dem Dach den Brand ausgelöst haben. Gegen einen Bauarbeiter wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Hinweise auf vorsätzliches Handeln gebe es nicht.
Während die Wabe und die beiden anderen Gebäude planmäßig fertiggestellt werden, verzögert sich der Bezug der ersten Wohnungen erheblich. Besonders bitter: Ausgerechnet das abgebrannte Reihenhaus 1 sollte ursprünglich als erstes einzugsbereit sein.
