Baustart für die Wartburgarena verzögert sich

Foto: Stadt Eisenach
Foto: Stadt Eisenach

Eisenach. Die Bauarbeiten für die Wartburgarena im Industriedenkmal O1 in Eisenach verzögern sich aufgrund des strengen Winterwetters um ein bis zwei Wochen. Eigentlich sollten bereits zum 2. Februar zwei Kräne stehen, doch Schneefall und Minustemperaturen haben die vorbereitenden Arbeiten gestoppt.

Für den Start waren bereits wichtige Vorbereitungen getroffen worden: Eine Baustraße rund um das Gebäude wurde angelegt, Container aufgestellt und Leitungen sowie Verteilerkästen für den Baustrom installiert. Auch das Baubüro ist inzwischen im historischen Haupttor des früheren Automobilwerks eingerichtet. Es verfügt über moderne Technik, sodass Fachleute aus anderen Städten per Videokonferenz zugeschaltet werden können. Auch Vertreter der Fördermittelgeber nutzen diese Möglichkeit für regelmäßige Abstimmungen.

Insgesamt unterstützen sechs Institutionen das Projekt – von der Europäischen Union über Bund und Freistaat. Die meisten Zuwendungsbescheide liegen bereits vor, für die restlichen Mittel wurde ein „förderunschädlicher Vorhabensbeginn“ genehmigt.

Denkmalschutz und Neubau vereint

Ein zentrales Element des Projekts ist die denkmalgerechte Sanierung der Westfassade des O1, der Hauptansichtsseite Richtung Ehrhardt-Platz. Sie bleibt erhalten und dient künftig als Eingangsbereich für Großveranstaltungen. Hinter der Fassade entsteht ein moderner Hallenneubau mit rund 4.000 Plätzen. Süd- und Nordfassade werden unter Verwendung historischer Materialien wie Stahlsprossenfenstern rekonstruiert, während die Ostseite als Neubau erkennbar sein wird und die Eingänge sowie Funktionsbereiche für Sportler, Trainer und Kulturakteure beherbergt.

Der geplante Baustart beginnt mit Sicherungsmaßnahmen an der Westfassade. Die Stabilität des historischen Bestands muss gewährleistet sein, bevor im hinteren Teil der Abbruch beginnt. Unter anderem werden dazu bereits neue Treppenhäuser eingebaut. Ende Februar sollen die Abbrucharbeiten ausgeschrieben werden, sodass im dritten Quartal 2026 der Rückbau starten kann. Anschließend folgt der Rohbau, der noch 2026 beginnen soll. Ziel ist, die Wartburgarena Ende 2028 in Betrieb zu nehmen.

Wertvolles Denkmalensemble entsteht

Nach Fertigstellung wird die Wartburgarena gemeinsam mit der „Automobile Welt Eisenach“ (O2), der ehemaligen Ostkantine (O5), dem Haupttor, der Doppelkurbel-Kniehebel-Tiefziehpresse und dem O1 ein imposantes Denkmalensemble der Eisenacher Automobilbaugeschichte bilden. Mit der Kombination aus historischem Bestand und modernem Neubau entsteht ein kultureller und sportlicher Treffpunkt von regionaler Bedeutung.

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