Ehemalige Kartuschieranstalt wird abgerissen

Plauen. Am 19. Juli 1918 starben in der Plauener Kartuschieranstalt im Westend über 300 Menschen, überwiegend junge Frauen, bei einem Brand während der Herstellung von Treibladungen für Minenwerfer-Munition. Es war das schwerste Unglück der deutschen Rüstungsindustrie im Ersten Weltkrieg.

Mit dem Abriss des historischen Gebäudes an der Ricarda-Huch-Straße rückt die Tragödie erneut in den Fokus. Nach Sichtung historischer Unterlagen 2020 konnten Experten die Brandursache nun wahrscheinlich klären – mehr als 100 Jahre nach dem Ereignis. Historiker Gerd Naumann wird die Ergebnisse am Freitag, 6. Februar, ab 17:30 Uhr in der Fabrik der Fäden präsentieren.

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