Alte Bahnhallen zwischen Abriss und möglicher Club-Zukunft

Foto: Tilman2007/CC BY-SA 4.0
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Erfurt. Auf dem Gelände der ehemaligen Bahnhallen hinter dem Erfurter Hauptbahnhof zeichnet sich eine ungewöhnliche Entwicklung ab. Während die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) den Rückbau einzelner Gebäudeteile vorantreibt, gibt es gleichzeitig private Interessenten für eine kulturelle Zwischennutzung. Im Gespräch ist unter anderem ein neuer Club. Die historischen Hallen stehen jedoch vor erheblichen baulichen Problemen und teilweise unter Denkmalschutz.

Marode Dächer und statische Probleme

Nach Angaben der LEG sind die großen Hallen teilweise in einem deutlich schlechten baulichen Zustand. Vor allem die Dachflächen und die Statik stellen demnach erhebliche Herausforderungen dar. Erst wenn diese Risiken beherrscht werden können, seien Zwischennutzungen wie Veranstaltungen oder ein Club überhaupt denkbar. Parallel sollen die Abbrucharbeiten ab Oktober fortgesetzt werden. Während der Sommermonate war der Rückbau offenbar unterbrochen worden, um den Betrieb im Umfeld nicht zu beeinträchtigen.

Denkmalschutz macht Abriss kompliziert

Besonders interessant ist die Situation bei den Gebäuden, die erhalten bleiben sollen. Nach Angaben der LEG steht ein großer Teil der verbliebenen Bausubstanz unter Denkmalschutz. Für jedes Gebäude sind deshalb eigene Genehmigungsverfahren erforderlich. Eine einfache Entwicklung des Areals nach dem Prinzip „abräumen und neu bauen“ ist damit nicht möglich.

Das macht die Bahnhallen zu einem klassischen Konfliktfeld zwischen Stadtentwicklung, Denkmalschutz und wirtschaftlicher Nutzung. Die historische Substanz soll möglichst in die Entwicklung des Quartiers integriert werden, gleichzeitig müssen marode Gebäudeteile zurückgebaut und gesichert werden.

Clubidee ist bislang nur eine Perspektive

Die Idee eines Nachtclubs befindet sich noch in einer frühen Phase. Nach Angaben der LEG gibt es mehrere Interessenten, konkrete Verträge oder ein verbindliches Nutzungskonzept liegen jedoch noch nicht vor. Auch andere Nutzungen wie Indoor-Veranstaltungen, Sport oder eine Kletteranlage seien bereits diskutiert worden.

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