Borkum. Auf Borkum steht der nächste große Eingriff in das Stadtbild bevor. Die alte Kuranstalt an der Geert-Bakker-Straße soll abgerissen werden. Auf dem Gelände ist ein neues Wohnquartier mit rund 60 öffentlich geförderten Wohnungen geplant. Damit verschwindet ein Gebäude, das über Jahre leer stand und zuletzt zunehmend den Charakter eines Lost Places angenommen hatte.
Hinter dem Vorhaben steht Investor Burkhard Walter. Das Projekt ist seit Längerem geplant, kommt jedoch nur langsam voran. Der Abriss des Bestandsgebäudes bildet die Voraussetzung für die Neubebauung des Areals. Nach Angaben des Investors ist die Umsetzung weiterhin vorgesehen, der genaue Zeitplan hat sich allerdings mehrfach verschoben.
Mit dem Neubau soll vor allem dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden. Vorgesehen sind rund 60 geförderte Wohnungen. Damit reagiert das Projekt auf eine der zentralen Herausforderungen Borkums: Dauerhaft bezahlbarer Wohnraum ist auf der touristisch stark geprägten Nordseeinsel knapp. Die künftige Bebauung soll deshalb nicht nur eine alte Ruine ersetzen, sondern auch einen konkreten städtebaulichen Bedarf decken.
Für die Lost-Place-Szene bedeutet das Projekt dennoch einen endgültigen Abschied. Mit dem Abriss verschwindet die alte Kuranstalt vollständig aus dem Ortsbild. Was über Jahre vom Leerstand und Verfall geprägt war, soll einer neuen Nutzung weichen. Auf Borkum zeigt sich damit erneut, wie schnell ehemals prägende Gebäude verschwinden können, wenn sich für ihren Erhalt keine tragfähige Perspektive findet.
