Thyssenkrupp verkauft Bürogebäude – Wohnungen geplant

Bochum. Ein ehemaliges Verwaltungsgebäude von Thyssenkrupp an der Essener Straße 244 in Bochum bekommt eine neue Nutzung. Der Stahlkonzern hat die Immobilie an die Greyfield Group verkauft. Statt das Gebäude abzureißen, soll der Bestand umfassend saniert und zu einem Wohnheim für Auszubildende und Studierende umgebaut werden. Geplant sind rund 156 öffentlich geförderte Wohnungen.

Der Bau wurde 1953 errichtet und seit den frühen 1960er-Jahren als Verwaltungsstandort des heutigen Thyssenkrupp-Werks genutzt. Das Gebäude verfügt über rund 5.485 Quadratmeter Nutzfläche und steht auf einem etwa 9.348 Quadratmeter großen Grundstück. Mit dem Verkauf endet damit die jahrzehntelange Nutzung durch den Stahlkonzern.

Greyfield setzt bei der Transformation ausdrücklich auf den Erhalt möglichst großer Teile der vorhandenen Bausubstanz. Vorgesehen sind energetische Verbesserungen, barrierefreie Wohnungen und Gemeinschaftsflächen. Auch ein Mobilitätskonzept gehört zu den Planungen. Die künftige Wohnfläche soll ebenfalls bei rund 5.485 Quadratmetern liegen.

Das Projekt steht exemplarisch für den Umgang mit nicht mehr benötigten Büroimmobilien: Statt einen ehemaligen Verwaltungsstandort vollständig zu beseitigen, soll seine Struktur für eine neue Nutzung weiterverwendet werden. In Bochum entsteht damit aus einem Stück Industriegeschichte ein Wohnstandort für Menschen in Ausbildung und Studium. Wann der Umbau abgeschlossen sein soll und wie hoch die Investitionskosten ausfallen, wurde bislang nicht bekanntgegeben.

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