Zukunft des Congress Hotels bleibt ungewiss

Chemnitz. Das seit Februar leerstehende Congress Hotel in Chemnitz bleibt ein Sorgenkind. Die Stadtverwaltung arbeitet gemeinsam mit den Eigentümern weiterhin an einem tragfähigen Nutzungskonzept für das markante Hochhaus. Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD) betont, dass das Gebäude eine wichtige Rolle für das Stadtbild spielt und nicht zur Ruine werden soll. Die Stadt hat einen umfangreichen Fragenkatalog der Betreiberseite beantwortet. Dabei ging es unter anderem um die Entwicklung des Tourismus, die Zahl der Studierenden und Kongressbesucher sowie den örtlichen Mietmarkt. Für den Herbst ist ein weiteres Gespräch zwischen Stadt und Eigentümern geplant.

Das fast 100 Meter hohe Congress Hotel wurde Ende Januar geschlossen. Der traditionsreiche Bau aus den 1970er-Jahren steht seitdem leer. Das Gebäude ist denkmalgeschützt und gehört zusammen mit der Stadthalle zu den prägenden Bauwerken der Chemnitzer Innenstadt. Bereits im Frühjahr waren Pläne für eine mögliche Sanierung und teilweise Umgestaltung bekannt geworden. Im Gespräch standen unter anderem eine gemischte Nutzung mit Hotel sowie Wohn- und Studentenwohnungen. Konkrete Entscheidungen wurden bislang jedoch nicht getroffen.

Die Stadt rechnet mit einem längeren Prozess. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass das ehemalige Hotel dauerhaft leer steht und sich zu einem weiteren Problemgebäude entwickelt. Einen Hoffnungsschimmer gibt es im September: Beim Lichtkunstfestival „Light our Vision“ soll die rund 100 Meter hohe Fassade des Hochhauses als Projektionsfläche für eine interaktive Kunstaktion genutzt werden.

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