Zivile Pläne für Ex-Kaserne forcieren

Friedberg. Der von der Bundesregierung verhängte vorübergehende Verkaufsstopp für Bundeswehr-Liegenschaften hat nach aktuellem Stand keine Auswirkungen auf das Konversionsprojekt der ehemaligen Ray Barracks in Friedberg. Das stellte die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung klar.

Hintergrund ist die Entscheidung des Verteidigungsministeriums, angesichts der angespannten Sicherheitslage in Europa bundesweit militärische Liegenschaften auf ihre künftige Nutzbarkeit zu prüfen. Während zahlreiche geplante Umwandlungen gestoppt wurden, bleibt Friedberg laut Bürgermeister Kjetil Dahlhaus vorerst unberührt: „Friedberg ist in der aktuellen Prüfrunde nicht betroffen“, betonte er nach Rücksprache mit Vertretern der Bundeswehr und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Demnach werden die Planungen und Verkaufsverhandlungen für das Gelände der Ray Barracks fortgeführt. Konkret bereitet die Stadt derzeit den Teilerwerb von Flächen für Feuerwehr und Baubetriebshof vor. Der Kaufvertragsentwurf für die Feuerwehrfläche soll laut BImA in Kürze übermittelt werden – ein Abschluss wird Anfang 2026 erwartet.

Betroffen von der bundesweiten Prüfung ist hingegen ein anderes Areal westlich der A5 bei Ockstadt, das als potenzieller künftiger Bundeswehr-Standort gilt. Hier hat die BImA alle Verwertungsaktivitäten vorerst gestoppt.

Dahlhaus betont die Bedeutung der Ray Barracks für die Stadtentwicklung: „Das Projekt ist eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte in Mittelhessen. Auf dem Gelände entsteht ein modernes, nachhaltiges und vielfältig nutzbares Quartier mit überregionaler Strahlkraft.“

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