Brandruine wird nach drei Jahren abgerissen

Kranichfeld. Drei Jahre nach einem verheerenden Brand soll eine markante Fachwerkruine in Kranichfeld endgültig verschwinden. Der Abriss des ausgebrannten Hauses in der Rosengasse ist ab 12. Oktober 2026 vorgesehen und soll rund zwei Wochen dauern. Das Gebäude war in einer Nacht vollständig ausgebrannt und prägt seitdem den engen Durchgang zwischen Rosengasse und Großer Gebind. Dass die Ruine so lange stehen blieb, hatte vor allem rechtliche Gründe. Das Haus gehörte zunächst einer Erbengemeinschaft, die das Erbe ausschlug. Dadurch fiel das Grundstück an den Freistaat Thüringen. Erst anschließend konnte die Stadt Kranichfeld das Areal für 7.500 Euro übernehmen. Für den eigentlichen Abriss sind rund 46.000 Euro eingeplant.

Der Rückbau wird zur logistischen Herausforderung. Weil die Rosengasse eng bebaut ist und das Gebäude erhöht auf einem Felsen steht, muss der Bauschutt über den Bereich am Anger abtransportiert werden. Während der Arbeiten werden dort zeitweise Flächen gesperrt und sechs Stellplätze entfallen. Auch der Durchgang zur Großen Gebind bleibt für etwa zwei Wochen vollständig geschlossen.

Mit dem Abriss soll der jahrelange städtebauliche Missstand nicht einfach einer neuen Brachfläche weichen. Für 2027 ist die Neugestaltung der Treppe an der Rosengasse geplant. Das frei werdende Grundstück soll in die Planung einbezogen werden. Vorgesehen ist ein neuer Fußweg zwischen Rosengasse und Großer Gebind, der zugleich neue Blickbeziehungen auf die historische Bebauung Kranichfelds schaffen soll.

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