Calw. Die Stadt Calw übernimmt das Gelände des ehemaligen Krankenhauses auf dem „Hohen Fels“ vollständig vom Landkreis – und plant dort ein modernes, nachhaltiges Stadtquartier. Nach dem Umzug der Klinik auf den neuen Gesundheitscampus Stammheim soll die rund vier Hektar große Fläche in zentraler Lage zu einem urbanen Wohn- und Lebensraum umgestaltet werden. Förderanträge beim Land Baden-Württemberg laufen bereits, um die Fläche als Sanierungsgebiet auszuweisen und finanzielle Unterstützung aus der Städtebauförderung zu sichern.
„Mit der Übernahme des Krankenhausareals übernehmen wir Verantwortung – und ergreifen eine einmalige Chance, mitten in der Stadt neuen Wohnraum zu schaffen“, sagte Oberbürgermeister Florian Kling. Er sieht das Projekt als „Vorzeigevorhaben für nachhaltige Stadtentwicklung“, das nur mit Rückendeckung des Landes möglich sei.
Auch Landrat Helmut Riegger begrüßt die Vereinbarung: Der Verkauf entlaste den Kreishaushalt und ermögliche der Stadt eine sinnvolle Nachnutzung in bester Lage. „Stadt und Landkreis haben eine faire Lösung gefunden, die beiden Seiten zugutekommt“, so Riegger.
Das alte Krankenhaus, 1913 errichtet und mehrfach erweitert, entsprach modernen Anforderungen nicht mehr. Schon eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2013 hatte gezeigt, dass die bestehende Gebäudestruktur einer zeitgemäßen Nutzung im Wege steht. Mit dem neuen Klinikstandort in Stammheim wurde der Weg frei für die Konversion des historischen Areals – und für die Schaffung dringend benötigten Wohnraums im Herzen Calws.
„Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Stadt und Landkreis zusammenarbeiten“, betont Kling. „Wir verwandeln eine Brache in lebenswerten Raum und stärken unsere Innenstadt.“ Riegger ergänzt: „Das ist ein starkes Zeichen für nachhaltige Regionalentwicklung – mit Weitblick und Verantwortung.“
