Schandfleck in Falkenstein soll verschwinden

Falkenstein. Ein seit Jahren leerstehendes Wohn- und Geschäftshaus an der Friedrich-Engels-Straße in Falkenstein soll abgerissen werden. Das Gebäude ist nach Einschätzung eines Gutachters so stark beschädigt, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist. Besonders die Schäden am Dach haben den Verfall beschleunigt. Die Immobilie befindet sich in Privatbesitz. Weil der Eigentümer den Abriss nicht freiwillig veranlasst, hat die Stadt eine rechtskräftige Duldungsverfügung erlassen. Die Kommune übernimmt damit zunächst die Kosten für die Beseitigung des Gebäudes.

Diese fallen deutlich höher aus als ursprünglich kalkuliert: Statt der eingeplanten 250.000 Euro werden inzwischen rund 368.000 Euro erwartet. Nach Abzug der in Aussicht gestellten Fördermittel verbleiben für die Stadt zunächst etwa 211.000 Euro. Das sind 161.000 Euro mehr als im Haushalt vorgesehen.

Das marode Haus steht bereits seit längerer Zeit hinter einem Baugerüst und einem Fangnetz. Damit sollen Passanten vor herabfallenden Gebäudeteilen geschützt werden. Nach Angaben der Stadt wurden Gerüst und Sicherungsnetz erst im Frühjahr erneut instand gesetzt.

Der Stadtrat hat inzwischen die erforderlichen Planungsleistungen vergeben. Die Stadt drängt auf eine schnelle Umsetzung: Noch vor Beginn des Winters soll der städtebauliche Problemfall beseitigt sein. Die Abrisskosten werden anschließend im Grundbuch eingetragen. Das Grundstück bleibt zunächst Eigentum des bisherigen Besitzers. Langfristig könnte die Stadt einen Kauf der Fläche in Betracht ziehen.

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