Lennep. Das seit Jahren leer stehende ehemalige Möbelhaus am Lenneper Bahnhof könnte noch 2026 aus dem Stadtbild verschwinden. Der marode Gebäudekomplex gilt in Lennep seit Langem als städtebaulicher Problemfall. Nun wird erneut gefordert, den Abriss voranzutreiben und die vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten konsequent auszuschöpfen. Die Immobilie steht seit Jahren weitgehend ungenutzt und war wiederholt von Vandalismus und Bränden betroffen. Bereits in der Vergangenheit hatte die Kommunalpolitik kritisiert, dass trotz bestehender Genehmigungen keine sichtbaren Fortschritte erzielt wurden. Die Stadtverwaltung prüft deshalb, wie sie auf den Eigentümer einwirken und einen Abriss beziehungsweise eine weitere Entwicklung des Grundstücks durchsetzen kann.
Gleichzeitig gibt es weiterhin Pläne für eine Neubebauung des Areals. Nach Angaben der Verwaltung soll der Eigentümer grundsätzlich an seinem Vorhaben festhalten. Die Finanzierung des Projekts war zuletzt Gegenstand von Gesprächen mit Banken. Auch die Baugenehmigung wurde bereits mehrfach verlängert.
Für die Stadtentwicklung rund um den Lenneper Bahnhof wäre eine Lösung von erheblicher Bedeutung. Das ehemalige Möbelhaus gilt als deutlicher städtebaulicher Missstand in zentraler Lage. Ob tatsächlich noch 2026 der entscheidende Schritt erfolgt, hängt nun davon ab, welche rechtlichen Möglichkeiten die Stadt nutzen kann und ob der Eigentümer seine Pläne umsetzt.
