Münster. In der Münsteraner Innenstadt steht der nächste große Schritt für das geplante Mercatus Quartier bevor. Die Volksbank im Münsterland lässt ab Ende Oktober mehrere Gebäude an der Neubrückenstraße abreißen. Damit beginnt eine neue Phase des Stadtentwicklungsprojekts zwischen Neubrückenstraße, Roggenmarkt und Voßgasse. Während die Abrissarbeiten den Weg für die Neubebauung freimachen sollen, müssen sich Verkehrsteilnehmer auf erhebliche Einschränkungen einstellen.
Bereits am 19. Oktober 2026 beginnen die Vorbereitungen für den Rückbau mit der Trennung von Versorgungsleitungen. Vom 26. Oktober bis einschließlich 2. November wird die Neubrückenstraße zwischen der Voßgasse und Hausnummer 73 vollständig gesperrt. Betroffen sind Autos, Radfahrer und Fußgänger. Für den Kraftfahrzeugverkehr wird eine Umleitung über umliegende Straßen der Innenstadt eingerichtet.
Nach derzeitiger Planung sollen die eigentlichen Abrissarbeiten bis zum 27. November abgeschlossen sein. Damit will die Volksbank sicherstellen, dass die besonders lärmintensiven Arbeiten vor der Weihnachtsmarktzeit beendet sind. Anfang Dezember sollen die Großgeräte abgebaut werden. Weitere Arbeiten an der Baustelleneinrichtung und am Kranfundament sind bis Mitte Dezember vorgesehen.
Das Mercatus Quartier soll den bislang stark durch die Bank geprägten Bereich der Innenstadt grundlegend verändern. Geplant sind eine erweiterte Hauptstelle der Volksbank, Gastronomie, Büro- und Gewerbeflächen sowie Co-Working-Angebote. Neue öffentliche Passagen und Aufenthaltsbereiche sollen die umliegenden Straßen und Plätze besser miteinander verbinden. Die Gastronomie soll mehr als 100 Sitzplätze bieten. Darüber hinaus sind Räume für Veranstaltungen, Workshops und gemeinschaftliche Arbeit vorgesehen. Eine neue Kundenhalle mit integriertem Work Café soll den Bankstandort ebenfalls stärker für Besucher öffnen. Das Konzept setzt damit auf eine Mischung aus Arbeiten, Einkaufen, Gastronomie und Begegnung.
Der Name Mercatus geht auf das lateinische Wort für Markt beziehungsweise Handel zurück. Er nimmt Bezug auf die historische Bedeutung der Umgebung rund um Roggenmarkt, Prinzipalmarkt und Alten Fischmarkt. Die Volksbank will diese Tradition mit einem zeitgemäßen Nutzungskonzept verbinden. Auch architektonisch soll sich das Quartier an der Münsteraner Altstadt orientieren. Naturstein, hochwertige Fassaden und abgestimmte Gebäudeproportionen sollen dafür sorgen, dass sich die Neubauten in das historische Umfeld einfügen.
Mit dem Mercatus Quartier verfolgt die Volksbank das Ziel, ihren Standort nicht nur zu modernisieren, sondern einen stärker öffentlich zugänglichen Bereich in der Innenstadt zu schaffen. Ob das Konzept die erhoffte Belebung bringt, wird sich erst nach der Fertigstellung zeigen. Zunächst stehen jedoch Abriss, Baustelleneinrichtung und die damit verbundenen Verkehrseinschränkungen an.
