Schmallenberg. Der Rückbau des ehemaligen Meisenburg-Areals in Schmallenberg dauert länger als ursprünglich geplant. Unerwartete Probleme bei der Statik und umfangreiche Schadstoffbelastungen erschweren die Arbeiten auf dem rund sieben Hektar großen ehemaligen FALKE-Produktionsgelände.
Besonders aufwendig ist die Schadstoffsanierung. Auf dem Gelände müssen belastete Bereiche untersucht und behandelt werden. Für die geplante Boden- und Grundwassersanierung sind umfangreiche Untersuchungen erforderlich. Die Dimension des Projekts zeigt sich auch an den vorgesehenen Rückbauarbeiten: Mehr als 236.000 Kubikmeter Gebäude und Hallen sollen abgebrochen werden.
Hinzu kommen zahlreiche schadstoffbelastete Baustoffe, darunter Asbest und künstliche Mineralfasern. Allein asbesthaltige Materialien müssen in erheblichem Umfang aus Dächern, Fassaden, Estrichen, Putzen und technischen Anlagen entfernt und fachgerecht entsorgt werden.
Die Stadt Schmallenberg will das ehemalige Industrieareal vollständig revitalisieren. Nach Abschluss von Abriss, Bodensanierung und Erschließung sollen dort rund 64.000 Quadratmeter baureife Gewerbeflächen entstehen. Für das Gesamtprojekt stehen rund 10,1 Millionen Euro zur Verfügung, davon stammen etwa 7,9 Millionen Euro aus der Landesförderung.
Der einstige Produktionsstandort verschwindet damit Stück für Stück. Aus der verlassenen Meisenburg soll ein moderner Gewerbestandort entstehen – doch bevor dort neue Unternehmen einziehen können, muss die alte Industriegeschichte zunächst aufwendig beseitigt und der belastete Untergrund saniert werden.
