Bremen. Auf dem ehemaligen Hachez-Gelände in Bremen steht der nächste große Schritt der Quartiersentwicklung bevor. Im Winter sollen erste Abrissarbeiten beginnen. Damit verschwindet ein weiterer Teil des früheren Produktionsstandorts, an dem 2020 die Schokoladenherstellung eingestellt wurde. Seit 2024 wird das rund 10.875 Quadratmeter große Areal von der denkmalstadt GmbH entwickelt. Das ehemalige Fabrikgelände soll nicht vollständig verschwinden. Mehrere historische Fabrikgebäude sollen erhalten und für neue Nutzungen revitalisiert werden. Gleichzeitig sind Neubauten vorgesehen. Geplant ist ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnungen, Gewerbe, sozialen Einrichtungen, Gastronomie, Kultur und Freizeitangeboten.
Nach den bisherigen Planungen soll das neue Hachez-Quartier rund 30.000 Quadratmeter Geschossfläche umfassen. 54 Prozent sind für Wohnen vorgesehen, weitere Flächen für Gewerbe und öffentliche Nutzungen sowie hybride Konzepte. Rund 30 Prozent der Wohnungen sollen als geförderter Wohnraum entstehen.
Der Bebauungsplan sieht ausdrücklich ein nachhaltiges, gemischt genutztes und urbanes Stadtquartier vor. Auch Werkstätten, Ateliers und urbane Produktion sollen Platz finden. Ein Klimaturm soll künftig die Wärme- und Kälteversorgung des Quartiers unterstützen. Mit dem geplanten Abriss beginnt damit sichtbar der Wandel vom ehemaligen Industriestandort zum neuen Bremer Stadtquartier. Ein Stück Hachez-Geschichte verschwindet – andere Teile der alten Fabrik sollen dagegen in die Zukunft gerettet werden.
