Dresden. In der Rosenstraße in der Wilsdruffer Vorstadt verschwindet ein lange vernachlässigtes Kapitel Dresdner Industriegeschichte. Die frühere Chemiebrache ist fast vollständig abgerissen, aktuell beseitigen Bagger die letzten Gebäudereste. Damit ist der Weg frei für ein neues Gewerbegebiet – allerdings erst nach aufwendiger Sanierung.
Das Gelände diente jahrzehntelang als Umschlagplatz für Chemikalien. Die Folgen sind massive Bodenbelastungen, die nun mit großem Aufwand beseitigt werden müssen. Der kontaminierte Bauschutt wird gesondert behandelt und entsorgt, um die gefährlichen Altlasten vollständig aus dem Untergrund zu entfernen.
Bis spätestens 2027 soll das Areal vollständig saniert sein. Neben Gewerbeflächen ist auch eine größere Grünanlage geplant. Die Stadt Dresden hatte das Gelände bereits 2018 übernommen. Für die Altlastensanierung erhält sie finanzielle Unterstützung: Die Landesdirektion Sachsen stellt dafür 4,8 Millionen Euro an Fördermitteln bereit. Ziel ist ein sicherer, nutzbarer Standort – und ein sichtbarer Neustart für die Wilsdruffer Vorstadt.
